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Checklisten

Fünf Checklisten, die Sie an einem Wochenende komplett durchgehen können. Jede Checkliste ist so geschrieben, dass Sie die Schritte am eigenen PC ausführen können – ohne Administrator eines fremden Systems zu sein.

Checkliste 1: Windows nach einer Neuinstallation

  1. Windows Update. Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen. Mehrmals wiederholen, bis „Sie sind auf dem neuesten Stand“ erscheint. Neustart nicht überspringen.
  2. Microsoft-Konto mit 2FA. account.microsoft.com → Sicherheit → Erweiterte Sicherheitsoptionen → Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Authenticator-App auf dem Smartphone installieren.
  3. BitLocker aktivieren (sofern Windows Pro). Systemsteuerung → BitLocker-Laufwerkverschlüsselung. Recovery-Schlüssel ausdrucken oder in einem Passwort-Manager ablegen, nicht nur auf demselben PC speichern.
  4. Defender aktiv lassen. Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Windows-Sicherheit → Viren- und Bedrohungsschutz. Alles auf „Ein“.
  5. Browser. Firefox oder Edge installieren, als Standard setzen. Chrome nur, wenn Sie ein Google-Konto mit 2FA nutzen.
  6. Passwort-Manager. KeePassXC (lokal) oder Bitwarden (Cloud) installieren und ein starkes Master-Passwort anlegen. Siehe Downloads.
  7. Backup einrichten. Windows-Sicherung oder ein separates Tool. 3-2-1-Regel beachten: drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine externe Lagerung.

Checkliste 2: Microsoft-Konto absichern

  1. 2FA aktivieren. account.microsoft.com → Sicherheit.
  2. Passwort ändern. Mindestens 14 Zeichen, keine Wörterbuch-Wörter. Passwort-Generator nutzen.
  3. Wiederherstellungsoptionen prüfen. Telefonnummer und Wiederherstellungs-E-Mail aktuell halten.
  4. Angemeldete Geräte prüfen. Alte Geräte abmelden.
  5. Aktivitätsverlauf prüfen. Auf ungewöhnliche Anmeldungen achten.

Checkliste 3: Heimrouter absichern

  1. Router-Oberfläche aufrufen. Meist 192.168.0.1 oder 192.168.1.1, Zugangsdaten auf Aufkleber oder in den Provider-Unterlagen.
  2. Admin-Passwort ändern. Nicht das vorgegebene lassen.
  3. Firmware aktualisieren. Hersteller-Webseite oder Auto-Update im Router-Menü.
  4. Fernwartung aus dem Internet deaktivieren. Die Option heißt oft „Remote Management“, „HTTPS aus dem WAN“ oder „Admin über Internet“.
  5. UPnP deaktivieren. Wenn Sie keine Konsolen-Spiele oder NAT-Probleme haben, brauchen Sie es nicht.
  6. Gast-WLAN. Nur bei tatsächlichem Bedarf aktivieren. Anderes Passwort als das Haupt-WLAN, isoliert vom Heimnetz (sofern der Router das unterstützt).
  7. DNS. Den vom Provider vorgegebenen DNS belassen, oder auf einen vertrauenswürdigen Anbieter wie Quad9 (9.9.9.9) oder Cloudflare (1.1.1.1) umstellen.

Checkliste 4: WLAN prüfen

  1. Verschlüsselung. WPA2 (AES) oder WPA3. Nicht WEP oder WPA (TKIP).
  2. Passwort. Mindestens 16 Zeichen, kein Wörterbuch-Wort. Passwort-Generator.
  3. SSID sichtbar lassen – ein verstecktes Netzwerk ist kein Sicherheitsgewinn, nur ein Usability-Verlust.
  4. Geräteliste prüfen. Im Router-Menü alle verbundenen Geräte ansehen. Unbekannte Geräte → WLAN-Passwort ändern und Gerät aus der Liste entfernen.

Checkliste 5: Backup einrichten (3-2-1)

  1. Drei Kopien Ihrer wichtigsten Daten: das Original auf dem PC, eine zweite Kopie auf einer externen Festplatte, eine dritte Kopie extern gelagert (Cloud oder bei Verwandten).
  2. Zwei verschiedene Medien. Lokale Festplatte + Cloud, oder lokale Festplatte + externe USB-Platte.
  3. Eine Lagerung außer Haus. Cloud-Speicher (mit 2FA), Bankschließfach, oder bei Familienmitgliedern.
  4. Verschlüsselung. Lokale Backup-Platte mit VeraCrypt oder BitLocker verschlüsseln. Cloud-Backup vom Anbieter verschlüsselt lassen.
  5. Regelmäßig testen. Einmal im Quartal eine Datei aus dem Backup wiederherstellen und prüfen, ob sie lesbar ist.